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Wie wird eine Hepatitis C erkannt?

Hepatitis-C-positiv: Dieser Befund bedeutet, dass bei einer Untersuchung Hepatitis-C-Antikörper nachgewiesen wurden.

Dringen Krankheitserreger in den Körper ein, identifiziert das Immunsystem einen Eindringling und bildet ganz spezifische Abwehrkräfte, die Antikörper. Auch im Falle einer Hepatitis-C-Infektion werden diese gebildet. Leider können sie nicht verhindern, dass der Mensch erkrankt. Aber sie bieten eine zuverlässige Möglichkeit, einen Kontakt mit dem Hepatitis-C-Virus nachzuweisen. Mehr zum Hepatitis-Suchtest finden Sie hier.

Für eine eindeutige Diagnose muss aber im nächsten Schritt das Virus direkt nachgewiesen werden. So kann man unterscheiden, ob Sie sich infiziert hatten, jedoch zu den 10-20 % gehören, die das Virus aus eigener Kraft besiegen konnten, oder ob sich das Virus im Körper festgesetzt hat. Nur wenn auch dieser Test positiv ist, sind Sie tatsächlich chronisch infiziert! Dieser Test heißt PCR. Mehr zu den Grundlagen der PCR finden Sie auf den Seiten der Diagnosespezialisten von Roche Diagnostics.

Um das Virus ganz genau zu charakterisieren, wird der Genotyp bestimmt. Es gibt weltweit mindestens 6 verschiedene Genotypen. In Deutschland sind die Genotypen 1, 2 und 3 am häufigsten. Nur wenn Ihr Spezialist den Genotyp kennt, kann er die optimale Therapiedauer für Sie bestimmen. Der Genotyp hat auch Auswirkungen auf die Dosierung der Medikamente und Ihre Heilungschancen.

Wichtig ist es auch die Viruslast zu messen. So kann man sehen, wie viele Viren im Blut sind. Beobachtet man die Viruslast während der Therapie, kann man schon früh erkennen, ob eine Therapie anschlägt oder nicht und Vorhersagen darüber zu treffen, wie hoch die Heilungschancen sind.

 

Film: Diagnose